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Nationale Wasserstrategie – IVG bringt sich in den Dialog ein

Im Rahmen eines Positionspapiers hat der Industrieverband Garten (IVG) Stellung zur Nationalen Wasserstrategie des Bundesumweltministeriums bezogen. Der IVG bringt sich damit gemeinsam mit seinen Partnerverbänden aus Handel, Industrie und Wasserwirtschaft in den Wasserdialog ein und plädiert für Verbraucheraufklärung und nachhaltige Gartenbewässerung anstelle von Verboten. Um diesen Prozess proaktiv mitzugestalten, hat der Verband eine Webseite ins Leben gerufen, auf der sich Konsumentinnen und Konsumenten über eine nachhaltige und ressourcenschonende Gartenbewässerung informieren können. Unter www.wasserimgarten.info finden sie neben wertvollen Handlungsempfehlungen auch Hintergrundwissen zur Bedeutung des Gartens für Mensch, Tier und Umwelt.

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Trockenheit und Starkregenereignisse in Deutschland nehmen zu

Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind nicht nur im Fokus der Bevölkerung, sondern auch spürbar in unserem Land angekommen. Der Klimawandel sorgte dafür, dass die zehn heißesten Sommer in Deutschland seit dem Jahr 2000 gemessen wurden. Begleitet werden diese steigenden Temperaturen von einer zunehmenden Anzahl an niederschlagsarmen Perioden. Die Kombination führte in den vergangenen Jahren zu einer vermehrt problematischen Trockenheit der Böden, die sich auf Wälder und landwirtschaftliche Nutzflächen auswirkte. Noch nie gab es so viele Kommunen in Deutschland, die ihre Bürgerinnen und Bürger zum sparsamen Umgang mit Wasser aufriefen oder Verbote von Bewässerung, Auto waschen oder Pool-Befüllung ausriefen, wie im Jahr 2020. Einige Gemeinden mussten mit Tankwagen versorgt werden, da die Trinkwasserversorgung zusammengebrochen war. Ein weiteres Extrem, das in den vergangenen Jahren zunehmend spürbar wurde, sind Starkregenereignisse. Diese führten nicht selten zu Überschwemmungen aufgrund der enormen Bodentrockenheit, die es unmöglich machte, die Wassermengen aufzunehmen. Daraus folgen häufig hydraulische Überlastungen der Kanalisation und infolge dessen Überflutungen in Städten und Kommunen.

Ziele der Wasserstrategie

Wasser ist lebenswichtig und hat eine existentielle Bedeutung für Mensch und Natur. Die durch den Klimawandel entstandenen Trocken- und Starkregenphasen sind eine enorme Herausforderung im Umgang mit dem wichtigen Gut „Wasser“ und zeigen, wie verwundbar Deutschland diesbezüglich ist. Aus diesem Grund erarbeitet das Bundesumweltministerium derzeit eine Nationale Wasserstrategie, die im Sommer 2021 vorgestellt werden soll. Darin soll geregelt werden, wie bei Wasserknappheit und einem daraus resultierenden Nutzungskonflikt zu agieren ist. Ein wichtiges Element ist dabei die Festlegung von Grundsätzen für eine Priorisierung von Wassernutzungen, eine sogenannte Wasserhierarchie. Die Folgen des Klimawandels sind regional unterschiedlich ausgeprägt. Daher sollten Entscheidungen über etwaige Nutzungsbeschränkungen weiter dezentral getroffen werden, sich aber an übergeordneten Spielregeln orientieren. Der IVG unterstützt das Bestreben des Bundesumweltministeriums, die Wassernutzungskonflikte frühzeitig, flexibel und nachhaltig zu lösen und plädiert mit seinen Partnerverbänden für ein nachhaltiges Wasserressourcenmanagement, das auch eine nachhaltige und ressourcenschonende Gartenbewässerung beinhaltet.