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Entwicklung des deutschen Gartenmarktes 2019

Der Gartenfachhandel startete mit einem großen Plus von 8,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr in das erste Quartal 2019. Enttäuschend verlief demgegenüber aber das zweite Quartal mit einem Minus von 0,7 Prozent, sodass zum Halbjahr ein Plus von 2,7 Prozent erreicht werden konnte. In den nachfolgenden Monaten Juli und August verlief das Geschäft wiederum deutlich erfreulicher, was in der Summe in einem kumulierten Umsatzplus von 3,9 Prozent zum Ausdruck kommt. Im Vergleich zum Gartenfachhandel haben die Bau- und Heimwerkermärkte in den gartenrelevanten Sortimentsbereichen wiederholt besser abgeschnitten. Auf Halbjahresbasis konnte hier ein Umsatzzuwachs von 5,4 Prozent erwirtschaftet werden.

Weitere Informationen zu der aktuellen Entwicklung des deutschen Gartenmarktes finden Sie in den ausgewählten Infografiken sowie in unserem aktuellen Jahresbericht:


Download Jahresbericht 2020

Marktanteil der Vertriebswege im Gartenmarkt in Deutschland

Angesichts der durchaus erfreulichen Entwicklungstendenzen im Gartenfachhandel und bei den Bau- und Heimwerkermärkten dürften sich unter Berücksichtigung der verhaltenen Gesamtmarktentwicklung in anderen Vertriebskanälen spürbar schlechtere Entwicklungen abzeichnen. In der Summe aller Faktoren zeigt sich der Gartenmarkt zum wiederholten Mal in seiner für ihn charakteristischen Stabilität.

Auf Basis der Hochrechnungen für das Gesamtjahr wird für die Vertriebswege Fachgartencenter und Bau- und Heimwerkermärkte mit einem Umsatzplus in Höhe von 2,1 Prozent bzw. 3,9 Prozent gerechnet. Ähnlich tendiert auch der Möbelhandel, für den ein Plus von 2,1 Prozent errechnet wird. Mit einem Zuwachs von „lediglich“ 3,8 Prozent fällt das Wachstum im Distanzhandel gegenüber den stationären Hauptmitbewerbern vergleichsweise bescheiden aus.

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Entwicklung der Einzelhandels- und Verbraucherpreise

Seit ihrem Tiefststand im Januar 2016 befinden sich die Verbraucherpreise nahezu unverändert im Aufwärtstrend. Auf einer ähnlichen Linie befinden sich auch die Einzelhandelspreise, die – außer zu Anfang des Jahres und in den Sommermonaten 2019 – ebenfalls spürbar anziehen. Kumuliert ergibt sich bis September 2019 für die Einzelhandelspreise ein Anstieg um 0,7 Prozent. Demgegenüber sind die Verbraucherpreise deutlich stärker angestiegen (+1,5 Prozent). Auch für 2020 zeichnet sich eine Fortsetzung dieser Tendenz ab.

Davon deutlich abweichend zeigt sich die Entwicklung der Verbraucherpreise in ausgewählten Warenbereichen des Gartenmarktes. Im Vergleich zu den Einzelhandelspreisen insgesamt und zu den Verbraucherpreisen sind die Preiserhöhungen für Produkte aus dem Gartenbereich insgesamt merklich höher ausgefallen.

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E-Commerce im Gartenmarkt

Nach den obligatorischen zweistelligen Zuwachsraten der E-Commerce-Umsätze im Gartenmarkt hat sich die Dynamik in 2019 spürbar reduziert. Nur noch um rund 8 Prozent sind die via Internet erlösten Verkaufsumsätze von Gartenprodukten angestiegen und erreichen damit in 2019 eine Umsatzgröße von rund 1,1 Mrd. Euro.

In der Summe erzielen die Online-Vermarktungskanäle des stationären Handels, der Katalogversender, der Internet Pure Player und der Hersteller einen aktuellen Marktanteil am Gartengesamtmarkt in Höhe von 5,8 Prozent.

Der Anteil der E-Commerce-Umsätze am einzelhandelsrelevanten Gartenmarkt (d. h. ohne GaLaBau) beziffert sich mittlerweile auf 6,4 Prozent nach 5,9 Prozent im Jahr 2018.

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Der Blick auf die Umsatzverteilung nach den genannten Online-Vertriebswegen verdeutlicht trotz der Dominanz des Online Pure Players Amazon den nach wie vor hohen Stellenwert des stationären Handels (Bau- und Heimwerkermärkte, Fachgartencenter, Gärtnereien, Motoristen, Möbelhandel, Lebensmitteleinzelhandel etc.). Im Jahr 2019 haben die stationären Formate (inkl. Market Places von stationären Händlern auf Plattformen) in der Summe den reinen Online-Spezialisten etwa 0,5 Prozentpunkte an Marktanteilen abnehmen können.

Damit entfallen mehr als 61 Prozent der Online-Umsätze auf stationäre Handelsbetriebsformen. Als wichtigster Vertreter der stationären Händler im Online-Markt haben sich mittlerweile die Bau- und Heimwerkermärkte etabliert. Derzeit halten die Bau- und Heimwerkermärkte einen Marktanteil am Garten-Online-Markt von 22,0 Prozent, der traditionelle Gartenfachhandel kommt demgegenüber auf rund 17,5 Prozent. Grund für diese Entwicklung sind die nach wie vor hohen Investitionen der Baumarktbetreiber in ihre Cross-Channel-Konzepte und eine damit verbundene Verbesserung der Reichweite und Konversionsraten, die sich in einer (noch) anhaltend überproportional hohen Dynamik der Online-Umsätze niederschlagen.

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