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IVG Aktuell (Dienstag, 28.10.2008)
Über 200 zufriedene Teilnehmer beim Deutschen Torf- und Humustag 2008 des IVG/BTH in Bad Zwischenahn
Über 200 Teilnehmer der Erden- und Substratbranche trafen sich in Bad Zwischenahn am 23. Oktober zum Deutschen Torf- und Humustag.
Bereits in den 60er Jahren für die Unternehmen der Torfwirtschaft initiiert, greifen heute die Organisatoren der Veranstaltung, die Bundesvereinigung Torf- und Humuswirtschaft im Industrieverband Garten e.V. auch aktuelle Fragestellungen rund um das Thema Erden und Substrate, sowie deren Ausgangsstoffe auf. Gerne gewagt wird dabei auch der sprichwörtliche Blick über den Tellerrand. So stand in diesem Jahr an erster Stelle das Thema „Klimawandel – Sciencefiction oder Realität? Folgen für die Torfin-dustrie und die Landwirtschaft“ auf der Tagesordnung. Als prominenter Redner stellte der Mathematiker, Physiker, Meteorologe und ehemalige ZDF Moderator Dieter Walch eindrucksvoll die Einflussgrößen, aber auch die Auswirkungen der Erderwärmung vor. Sein Credo ging klar in die Rich-tung, dass sich die anbahnende Klimaveränderung und deren Konsequenzen alleine durch ein Umdenken und die Einschränkung des Ener-gieverbrauchs jedes Einzelnen abschwächen lassen.
Professor Dr. Kuhlmann, Geschäftsführer von Yara Deutschland zeigte die Entwicklung der Düngemittelpreise in den letzten Monaten, sowie deren Ursachen auf und wagte einen Blick in die Zukunft, in der von moderate-ren Steigerungen auf hohem Niveau auszugehen ist.
Gerald Schmilewski stellte erstmals in Deutschland die im letzten Jahr von Seiten der European Peat and Growing Media Association in Auftrag gegebene Studie zum „sozioökonomischen Einfluss der Torf- und Substratwirtschaft auf den europäischen Gartenbau“ dem interessierten Publikum vor. Nicht alleine, dass 50 % des in Europa gewonnenen Torfes zur Ener-gieerzeugung herangezogen werden, besonders die Tatsache, dass in der EU fast 880.000 Vollzeitarbeitsplätze im Erwerbsgartenbau mehr oder minder von torfbasierten Kultursubstraten abhängen, war vielen der Zuhörer in diesem Ausmaß nicht bekannt. Neben vielen anderen Vorteilen als Substratausgangsstoff, darf auch unter diesem Gesichtspunkt die Wichtigkeit des Rohstoffes Torf für den Gartenbau nicht unterschätzt werden. Die Veranstaltung bot im Rahmen weiterer Vorträge Informationen über die Einflüsse auf die Verfügbarkeit von Rohstoffen für die Substratindustrie.
Ein Thema, das die Hintergründe zur im Frühjahr eingetretenen Verknap-pung von Rohstoffen transparenter machte. Eckhard Schmatzler, berichtete über die Erfolge der Torfindustrie ehemalige Gewinnungsflächen wieder in naturnahe Moorkomplexe zu entwickeln. Eine Dokumentation, die alle Renaturierungsflächen umfassen wird, wird im nächsten Jahr fertig gestellt sein.
Nach der Mittagspause wurden im internen Teil der Veranstaltung lebhaft über zahlreiche weitere Themen berichtet und diskutiert. Die positive Resonanz zeigte deutlich, dass die gewählten Themen die Interessenlage der Gäste traf.
Der nächste Deutscher Torf- und Humustag findet am 22. Oktober 2009 statt. Informationen über alle Veranstaltungen des IVG finden Sie unter www.ivg.org.
Für Rückfragen und weitere Informationen:
johannes.welsch@ivg.org
Tel. 02102-940880
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