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IVG Aktuell (Montag, 18.02.2008)
Preisanstieg bei Düngemitteln nimmt an Dramatik zu - auch der Erwerbsgartenbau ist betroffen
Die Dramatik der Düngemittelrohstoffpreise verschärft sich weiter. Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2007 waren massive Preissteigungen festzustellen. Diese sind bedingt durch die gestiegene Weltnachfrage nach hochwertigen Nahrungsmittel, der Intensivierung der landwirtschaftlichen Produktion , der dadurch bedingten Ausweitung des weltweiten Düngemittelverbrauchs sowie der in den letzten Jahrzehnten parallel einhergehenden deutlich reduzierter Produktionskapazitäten insbesondere bei mineralischen NPK-Düngemitteln.
Seit Jahresbeginn 2008 verschärft sich die Situation: der Preis einzelner Hauptrohstoffe wie z.B. das als für die Nährstoffkomponente Phosphat geltende „Leitwährung“ DAP verdoppelte sich – bereits von einem historischen Höchstpreis kommend - innerhalb Monatsfrist erneut. Aufgrund der dramatischen Situation werden die wichtigsten Düngemittelrohstoffe bereits zu Tagespreisen gehandelt.
Da Düngemittelproduzenten in der Regel kontinuierlich produzieren und auf einen kontinuierlichen Rohstoffbezug angewiesen sind, schlagen die historisch hohen Rohstoffkosten direkt auf die Gesamtkosten der Produktion durch. Die reinen Rohstoffkosten machen in der Regel mehr als 80% der Gesamtkosten aus und sind daher nicht über sonstige Rationalisierungs-maßnahmen aufzufangen. Die Folge: auch die Preise für den Endverbraucher, sei es in der Landwirtschaft oder im Erwerbsgartenbau erhöhen sich deutlich.
Bedingt durch das hohe Energiepreisniveau, der zeitintensiven Erhöhung der Produktionskapazitäten sowie weiterhin steigenden Weltmarktnachfrage nach Nahrungsmitteln und damit auch von Düngern ist nicht von einer Entspannung der derzeitigen Situation auszugehen. (IVG)
2008-02-15 we
(Belegexemplar erbeten)


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