IVG Aktuell (Dienstag, 11.09.2007)

Geringe Torfernte führt zu Preissteigerungen bei Kultursubstraten und Blumenerden


Gartenbauunternehmen und Hobbygärtner in Europa müssen sich auf deutlich steigende Preise für Substrate und Blumenerden einstellen. Der verregnete Sommer hat in Deutschland, Irland, Finnland und im Baltikum zu einem dramatischen Rückgang der Gewinnungsmengen von Torf geführt. In großen Regionen der Torfgewinnungsflächen konnte nur die Hälfte der Vorjahresmenge eingefahren werden. Der regnerische Sommer mit nur kurzen Trockenperioden bot der Torfwirtschaft in den Haupterntemonaten (Juni bis August) so gut wie keine Möglichkeit, die erforderlichen Mengen für die Saison 2007/2008 zu gewinnen. Die geringe Erntemenge, die bis Juni dieses Jahres gewonnen werden konnte, reicht zur Deckung des Bedarfes der Substratwirtschaft und der Hersteller von Blumenerden nicht aus.

Weiter kommt hinzu, dass die unter erschwerten Bedingungen gewonnenen Torfe feuchter und somit schwerer sind. Es ist daher mit verringerten Lademengen und somit höheren Logistikkosten zu rechnen.

Als Folge wurden bereits Preiserhöhungen im zweistelligen Bereich von zahlreichen Rohstoffbetrieben angekündigt. Die Hersteller von Substraten und Blumenerden, die auf den knappen Rohstoff Torf als wesentliche Grundlage ihrer Produkte angewiesen sind, werden gezwungen sein, diese außerordentlichen Kostensteigerungen an die Verbraucher weitergeben zu müssen. An erster Stelle steht nach Auskunft der Hersteller jedoch zunächst die Sorge, die in der kommenden Saison im europäischen Erwerbsgartenbau dringend benötigten Substrate in ausreichender Menge und Qualität überhaupt zur Verfügung stellen zu können.


Bundesvereinigung
Torf- und Humuswirtschaft
im Industrieverband Garten (IVG) e.V.


2007-09-11
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